Ingenieurbüro Umwelttechnik Bojahr - Planung und Konzeption im Bereich Umweltschutz, Energiewirtschaft, Abfallwirtschaft, Gas, Wasser und Sicherheit
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Optimierung der Deponieentgasung - Durchführung eines Messprogramms Deponiegas

Die Einstellung von den Gasabsaugmengen gestaltet sind in der Praxis schwierig, da der Deponiekörper nur sehr träge reagiert und eine Veränderung der Absaugrate eines Gasbrunnens die anderen Gasbrunnen beeinflusst.
Da meist das zur Verfügung stehende Regelorgan zur Einstellung der Gasabsaugrate eines einzelnen Gasbrunnens eine Absperrklappe ist und diese quasi kein Regelverhalten hat, wirken sich geringe Veränderungen in der Einstellung einer Klappe, gerade bei stark gedrosselten Absperrklappen, sehr stark auf den Durchfluss aus.
Bei der Messung der Gasqualität und -quantität treten in der Praxis ebenfalls Schwierigkeiten auf. Die Gasdurchflüsse sind bei älteren Deponien häufig nur sehr gering. Da die Gasabsaugleitungen und die Absperrklappen laut Vorschrift in DN 100 errichtet wurden und sich die Gasmessstelle ebenfalls in den 100 er Leitung befindet, kann mit der üblichen Messmethode, Geschwindigkeitsmessung mit einem Flügelradanemometer, kein Messwert festgestellt werden. Da die vorherrschende Gasgeschwindigkeit unterhalb von der Mindestgeschwindigkeit des Flügelradanemometers liegt, erfolgt eine Anzeige 0 oder n.n., gleichwohl eine Gasmenge abgesaut wird.

Da für einen Einbau von Messstrecken mit geringerem Durchmesser (siehe unser Projekt Neuenburg " Optimierung der Deponiegasverwertung") häufig die finanziellen Mittel begrenzt sind und keine Umbaumaßnahmen erfolgen, kann die Geschwindigkeit nicht für die Beurteilung der Absaugrate herangezogen werden.

Herangezogen werden dann z.B. die Stickstoffwerte des Gases. Die Werte Methan, Kohlendioxid und Sauerstoff werden mit dem Messgerät gemessen. Die Subtraktion der Summe der drei Werte (CH4, CO2, O2) von Hundert ergeben die Stickstoffkonzentration. Die Verhältnisse CH4 zu CO2 und N2 zu O2 geben Aufschluss über den Zustand der Entgasung. Weiterhin können die angelegten Unterdrücke unterstützend Aufschluss über das Gasdargebot geben.

Wir haben beispielsweise auf den Deponien Hackspiel, Neuenburg und Titisee-Neustadt Messprogramme gefahren und mit vielen Erfahrungen die Einstellungen der Deponiegasanlagen optimiert.



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